Deia

In Deià haben sich seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts zahlreiche Künstler (Maler, Schriftsteller, Musiker und Filmschauspieler) wie Peter Ustinov, Ava Gardner, Pablo Picasso, Robert von Ranke-Graves, Ulrich Leman, William Waldren, Santiago Rusiñol, Daevid Allen, Andrew Lloyd Webber, Mati Klarwein, Kevin Ayers, Pierce Brosnan und Anaïs Nin) niedergelassen und dem Ort den Beinamen „Künstlerdorf Mallorcas“ eingebracht. Hier lebten auch Persönlichkeiten wie Ramon Llull, der österreichische Erzherzog Ludwig Salvator von Habsburg-Lothringen. Spätestens mit dem Erwerb der Finca S’Estaca in der Nähe des Landgutes Son Marroig bei Deià durch den amerikanischen Filmschauspieler Michael Douglas wurde der Ort auch ein begehrtes Touristenziel. Seit Ende der achtziger Jahre war Deià Schauplatz der ZDF-Serie Hotel Paradies.

Am 20. Juli 2006 wurde ein Robert-Graves-Museum eröffnet. In der 1932 von Robert von Ranke-Graves erbauten und zur Eröffnung völlig restaurierten Finca Ca n’Alluny geben Originalmanuskripte und persönliche Gegenstände Einblick in Leben und Werk des britischen Schriftstellers. In Zukunft werden hier auch wechselnde Ausstellungen zu sehen sein.

Die Umgangssprache in Deià ist, und das nicht nur in den Sommermonaten, Englisch, vermischt mit ein paar Brocken Mallorquinisch, denn mehr als ein Drittel der Bewohner sind mittlerweile Ausländer. Es gibt erlesene Boutiquen, versteckte Galerien, zwei Luxusunterkünfte und hervorragende Restaurants, wo sogar Spaniens gekrönte Häupter hin und wieder speisen. Manche Einheimische sprechen schon vom „Ghetto des Geldadels“. Deià verfügt über insgesamt zwei Strände.

Drei Kilometer unterhalb des Dorfes befindet sich die kleine Kieselsteinbucht Cala Deià mit zu Bootsgaragen ausgebauten Natursteinhöhlen. Cala Deià liegt zwischen Punta de Son Beltran und Sa Pedrissa, wo ein Wehrturm gegen die Piratenangriffe gebaut wurde. Diese wunderschöne, von mittelhohen Felswänden umgebene Bucht ist mit Garigue und Aleppo-Kiefern bewachsen und endet in einem halbkreisförmigen Strand, in den ein Wildbach mündet und wo sich schöne Terrassen erheben. Grober Sand und Kies bilden den paradiesischen, stark abfallenden Strand. An den Seiten befinden sich ein kleiner Landungssteg, escars und einige Restaurants. Im Sommer trifft man hier auch international bekannte Persönlichkeiten.

Durch Deià führt der Fernwanderweg GR 221, Refugi de Can Boi dient als Wanderunterkunft im Ort.

Es Canyeret ist auch bekannt unter dem Namen Platja de Llucalcari. Der Name dieses Fleckens ist lateinischer und arabischer Herkunft und kann mit „Dorf am Wald“ übersetzt werden. Felsbrocken, einige von enormen Ausmaßen, Kiesel und Kies bilden den Strand dieser schönen kleinen Bucht, die zum Baden gut geeignet ist, nicht hingegen zum Ankern, da sie gegen die Nordwinde offen und von Überwasserfelsen durchsetzt ist. In ihrer unmittelbaren Umgebung sprudelt neben einem Feigenbaum eine Süßwasserquelle, was einige Besucher auch für ein Schlammbad nutzen. Außerdem gibt es in der Nähe der Küste gegen Nordost, nur vom Meer aus zu sehen, sa Cova Fosca, eine gewaltige zum Meer hin geöffnete Grotte in den steilen Felswänden. 3,2 Seemeilen entfernt befindet sich Port de Sóller.

Friedhof der Kirche des Hl. Johannes

Stätten von kulturellem Interesse sind:

  • Archäologisches Museum
  • Kirchenmuseum
  • Robert-Graves-Museum
  • Museum von Son Marroig
  • Musikfest Festival de Deià im Juli und August jeden Jahres

Den kulturellen Reichtum der Gemeinde lernt man kennen, wenn man unter anderem Cova de Betlem, Reste des Col·legi de Frares Menors in Miramar (gegründet von Ramon Llull), Can Forcimany, Llucalcari, ca l’Abat, sa Torre de sa Pedrissa, die Pfarrkirche und den städtischen Friedhof besucht.

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